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Lockere und entspannte Fotoshootings

Zeit für Fernweh – Kreta

Sehr spontan in den Süden

Mitte Mai haben wir uns eine Auszeit gönnen wollen und wie so oft erst auf den letzten Drücker und im Hinblick auf die Flugangebote entschieden wo es dann hingehen sollte: Kreta.

Viel hatte ich vorher noch nicht über die Insel gewusst, aber, dass sie eine der südlichsten europäischen Reiseziele war, hat uns dann doch überzeugt. Der Mai ist ja nicht gerade der Monat, wo man eine Sonnen- bzw. Wärmegarantie bekommt und am Strand liegen wollten wir auf jeden Fall. Einfach mal ausspannen und die Seele baumeln lassen.
Gebucht haben wir dann erstmal nur den Flug und erst eine Woche vorher dann das AirBnB – eine kleine Ferienwohnung mit Balkon mitten in der Altstadt von Rethymnon. Auch über diesen Ort wusste ich bis dato noch nicht viel. Eine Recherche im Internet ergab dann, dass die Altstadt wohl sehr schön sein soll, aber es dort auch viel Partytourismus gibt – etwas, dem wir eigentlich gerne aus dem Weg gehen. Aber erstmal sehen. Im Internet steht ja bekanntlich viel.

Blütengassen

Tatsächlich ist Rethymnon eine wirklich schöne Stadt, wenn man das Partyviertel und die Randgebiete mit den großen Hotels außen vorlässt. Die Altstadt ist wunderschön, und auch der kleine Hafen und die Festung, der man auf jeden Fall einen Besuch abstatten sollte. Die Gassen des Stadtkerns unterhalb der alten Festung sind oft wie aus dem Bilderbuch überwachsen mit pink blühendem Bougainvillea, dessen Blüten sehr dekorativ auf dem Boden verstreut liegen und so perfekt und leuchtend sind, dass sie fast wie unecht aussehen.

Essen gehen kann man in der Altstadt auch ganz wunderbar und wenn man sich etwas weiter in die Seitengassen traut, findet man auch die Orte, an denen die Einheimischen sich treffen. Hier haben wir in einem sehr kleinen Restaurant, mit leckerem „organic food“, liebe Bekanntschaften schließen dürfen. Leute aus dem Ort, die uns ihre Lieblingsplätze und, die ihrer Meinung nach, allerschönsten Strände der Insel empfohlen haben.

Vom Sand zwischen den Zehen und Autofahren auf griechisch

Am großen Strand von Rethymnon haben wir uns auch nicht wirklich wohl gefühlt, da gab es auf der Insel wirklich viel schönere. Und die haben wir auch erkundet.

Mit einer selbst gezeichneten Landkarte zu den schönsten Stränden abseits der Massen von Evangelos, der sich eines Abends im der kleinen Taverne zu uns gesetzt und uns Tipps aus erster Hand gegeben hat und unserem Mietwagen machen wir uns dann auf den Weg. Mit Harald, wie ich unsere kleine Klapperkiste getauft habe, war das so eine Sache. Ich bin eh immer ein eher übervorsichtiger Autofahrer, und bei den Serpentinen, vielen Bergen und Tälern und winzigen Dörfern, durch die uns unser Handynavi geführt hat, hatte ich dann schon oft etwas Schiss…

Zwar ist mir, wenn ich selbst gefahren bin, immerhin bei dem ganzen rauf und runter und Schlangenlinienfahren nicht schlecht geworden (anders als im Bus – puh, das brauche ich wirlich eher nicht…), aber mitten im Dorf mit einem Bus vor einem und einer Autoschlange hinter einem mit unserer Klapperkiste am Berg anfahren hat mir dann doch nicht ganz behagt.

Aber unser Auto hat trotz all meiner Bedenken alle noch so steilen Straßen und engen Gassen geschafft – er war es eben gewohnt.

Unter Palmen

So haben wir im Umland von Rethymnon einige schöne Strände erkundet. Manche, die man einfach gesehen haben muss, wie der Preveli Beach (das denken aber auch andere, also ist man da auf jeden Fall nicht allein), und andere Strände, die wir zufällig gefunden haben, und die, die uns die Einheimischen empfohlen haben.

Den Preveli Beach würde ich trotzdem jedem, der Urlaub auf Kreta plant, ans Herz legen. Hier fließst gesäumt von einem Palmenwald ein Fluss direkt über den Strand ins Meer. Durch die Palmen kann man am Fluss entlang etwas in die dahinterliegende Schlucht hineinwandern. Der Fluss war sogar noch kälter als das Meer, direkt an seinem Ufer wachsen Oleanderbüsche, dahinter die Palmen und die rauhen Felsen.

Kräuterparadies

Direkt im Urlaub schon hat es mir angefangen in den Fingern zu jucken als ich die vielen Blumentöpfe sah, die überall in den kleinen Gassen, auf Treppen und vor Haustüren standen. Meterhohe (kein Witz!) Basilikumbüsche, bunt blühende Bäumchen oder kleine exotische Pflanzen darin. Und dann die wild wachsenden Kräuter, die wir auf vielen Touren durch die Natur direkt am Wegrand gesehen haben! Wilder Thymian, Rosmarin und Oregano. Zuhause habe ich dann direkt mal meinen Kräutergarten neu aufgestockt.

Ein Paarshooting in blau und weiß

Auch ein Shooting wollte ich auf Kreta unbedingt machen. Zwar war in erster Linie Urlaub angesagt aber die wunderbaren Motive müssen doch genutzt werden! Zuerst war ich mir sehr unsicher, wie ich jetzt so super spontan an ein liebes Pärchen komme, dass Lust hat vor meine Linse zu hüpfen. Einfach Leute auf der Straße anzusprechen, habe ich mich dann doch nicht getraut und ganz zufällig kam dann Sina, eine liebe Followerin, mit Tipps für unseren Kretaurlaub, nachdem sie in meiner Story gesehen hat, dass wir gerade dort sind. Sina und ihr Freund Clemens waren nämlich auch gerade zur gleichen Zeit dort, und so haben sie sich gefreut als ich mit meiner Idee für ein Paarshooting kam.

Die weiße Kirche im Meer

In einem Nachbarort von Rethymnon hatte ich schon ein paar Tage vorher eine wunderschöne kleine Kirche gesehen, die mitten im blauen Meer liegt und über einen Weg aus großen Felsen zu erreichen ist. Hier ein Shooting – was für ein Traum! Natürlich wäre ein Brautpaarshooting in Hochzeitskleidung perfekt gewesen, aber ein Hochzeitsshooting mal eben innerhalb von zwei Tagen im Urlaub zu organisieren war mir dann doch zu viel.

Das Shooting war wunderschön und Sina und Clemens haben das ganz toll gemacht und sich auch nicht von den kleinen Krebsen in die Zehen zwicken lassen, die auf den Felsen herumgekrabbelt sind. Alle Bilder könnt ihr in der Galerie im Portfolio zu den Paarshootings ansehen.

Alle, die über ein Destination Wedding auf Kreta nachdenken, kann ich diesen wunderschönen Ort nur empfehlen. Falls es tatsächlich möglich ist, hier zu heiraten, ist das einfach der perfekte Ort – eine Zeremonie in blau und weiß mit dem Rauschen des Meeres um einen herum – ich kann es schon hören!

Unser Shooting haben wir am frühen Abend gemacht. Das Licht war traumhaft.

Allgemein haben wir oft das Licht der Abendstunden genutzt, um noch etwas zu unternehmen. Bei Sonnenuntergang im Meer schwimmen und sich von den Wellen herumschaukeln lassen, ist einfach immer wieder magisch.

Unseren Mietwagen hatten wir nur für drei Tage gemietet. Die restlichen Tage haben wir Rethymnon erkundet und sind mit dem Bus gefahren. Viele schöne Orte kann man auch wunderbar mit dem Bus erreichen und es ist dann doch um einiges günstiger als ein Auto zu leihen. So haben wir von Georgioupolis aus eine kleine Wanderung zum einzigen Süßwassersee der Insel gemacht. Wenn man so wie wir Glück hat, kann man hier Schildkröten sehen, die es sich im Sonnenschein gut gehen lassen. Auch zu den Stränden um Rethymnon kann man leicht mit dem Bus fahren. Die Strände im Süden der Insel lassen sich so auch erreichen, aber es dauert schon recht lange.

 

Nun sind wir gut erholt wieder in Leipzig und hören, dass es hier die ganze Zeit über sogar wärmere Temperaturen als auf Kreta gab. Naja, aber das Wetter ist nicht alles und zum Baden hat es gereicht! Ein anderes Land, eine andere Kultur, gutes Essen, wunderbare Sonnenuntergänge über dem Meer und die Brandung der Wellen in den Ohren ist nunmal Urlaubsfeeling pur!

 

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